Das Dorf
Rundgang
Der Spaziergang beginnt in der Dorfmitte am Dorfplatz, der vor einigen Jahren zu größten Teil in ehrenamtlicher Arbeit neu gestaltet wurde und auch ehrenamtlich unterhalten wird. In Richtung Süden zeigt sich Duttweiler von einer Seite, die man bei einem typischen Weindorf nicht unbedingt erwartet: Eine beschaulich Wiesenlandschaft, die von zwei Bachläufen umrahmt wird und als Teil des europäischen Flora-Fauna-Habitat-Gürtels eine wichtige Frischluftschneise darstellt. Bei einer kleinen Wanderung entlang des Bachlaufs - der hier Kropsbach heißt - können am Himmel die wieder angesiedelten Störche beobachtet werden.
Gleich gelangt man zum Sektkeller "Raubritter vom Wiesental" mit seinem urigen Kellergewölbe, nach Voranmeldung (0 63 27 27 69) ist dort auch eine kleine Sektprobe möglich.
Zurück im Dorf muss man den Blick wieder nach oben richten und man sieht, dass an manchen Häusern Lautsprecher angebracht sind. Duttweiler hat sich seine Ortsrufanlage erhalten, der Ortsvorsteher gibt regelmäßig Meldungen von anstehenden Veranstaltungen, entlaufenen Tieren oder gefunden Gegenständen bekannt.
Weiter führt der Weg durch die Dudostraße - benannt nach dem ersten bekannten Bewohner, Fürst Dudo - vorbei an vielen Weingütern, die in ihren Vinotheken die Gäste gerne zu einer Weinprobe empfangen. Ein imposantes Gebäude ist die protestantische Kirche, die gerade - natürlich auch in viel ehrenamtlicher Arbeit - renoviert wurde. Auch der kleine dazugehörige Garten wird wie der von der katholischen Kirche von einer ökumenisch zusammengesetzten Helfergruppe gepflegt.
In der katholischen Kirche wird in der Emmauskapelle auch eine Reliquie von Paul Josef Nardini aufbewahrt. Wer Lust hat kann sich jetzt durch den Kirchgarten zu einem Ausflug durch das Duttweiler Rebenmeer begeben. Den schönsten Ausblick hat man auf dem Weg am Grillplatz vorbei auf die kleine Anhöhe. Dort kann man seinen Blick entlang des Pfälzerwaldes schweifen lassen. Der Blick reicht von der Kalmit über das Hambacher Schloss zum Weinbiet bis zum Duttweiler Wasserturm, der inmitten der ausgedehnten Rebflächen liegt.
Inmitten der Weinberge stehen übrigens die ersten in Deutschland in großer Stückzahl eingesetzten Windrotoren, die in kalten Frühjahrsnächten die Kälte von den Weinstöcken vertreiben.
Zurück im Dorf lohnt sich im Sommer ein Abstecher ins beschauliche Schwimmbad - auch das wird von einem Förderverein betrieben. Das Kiosk mit seiner griechisch angehauchten Speisenauswahl wurde Sommer 2015 von der Tageszeitung mit 5 Schirmen - der Höchstnote - ausgezeichnet.
Eine Gaststätte sucht man leider vergebens, aber um die Osterzeit und ab dem Herbst haben verschiedene Straußwirtschaften geöffnet, in denen sich die Duttweilerer auch gerne sehen lassen und stolz von ihrem Dorf erzählen. So wird zum Beispiel schon seit 70 Jahren Weinfest gefeiert und ebenso lange wird in jedem Jahr eine neue Weinprinzessin gewählt, die das Dorf und seinen Wein bei vielen Gelegenheiten repräsentiert.
Mehr Spaß macht der Spaziergang mit der Kultur- und Weinbotschafterin Judith Gschwindt, die auch kleine Gruppen gerne durch ihr Dorf führt und das oben beschriebene ausführlich erläutert. Das zu dem Rundgang auch eine Weinprobe und ein typische pfälzisches Essen gehören, braucht eigentlich nicht erwähnt zu werden.