Presseartikel zum 60. Weinfest der Freundschaft
Weinfest 6., 12.-16. August 2005

„Großes Programm zum 60. Duttweilerer Weinfest" 
Die Rheinpfalz vom 22. Juli 2005: 

Nur noch kurze Zeit, dann steigt das 60. Duttweilerer Weinfest der Freundschaft, das bei der Ortsbeiratssitzung alle anderen Themen in den Hintergrund drängte. Weder die Ergebnisse der Verkehrsmessung noch die erfolgreiche Befestigung der Böschung Dorfwiesenweg konnten die Planungen für den Festabend am 6. August und den Weinfestbeginn am 12. August mit der „Erlebnismeile" am 14. August in den Schatten stellen. 
Damit Besucher bereits am Festabend die besten Bilder zum Thema „Meine schönste Weinprinzessin" von Kindern zwischen fünf und neun Jahren auswählen können, ruft Duttweiler zum Malwettbewerb auf. Hauptpreise sind Eintrittskarten für den Holiday Park. Die jungen Künstler können je ein Bild bei Weinprinzessin Miriam I. oder der Ortsverwaltung abgeben. Der Kartenvorverkauf für den Festabend mit Bewirtung ist bereits angelaufen. Auftreten werden Zauberer Alexander Mabros, Mundartdichter Paul Tremmel, Comedian Marcel Adam und Gitarrist „Musica Soalheira". 
Das Weinfest unter der Schirmherrschaft des Haßlocher Bürgermeisters Hans-Ulrich Ihlenfeld wird um 19 Uhr eröffnet, Das Motto lautet „ Duttweiler wie vor 60 Jahren". Weinprinzessin Miriam I. gibt ihre Krone an eine neue Regentin weiter. Sonntags lädt der Ort ein, über die „Erlebnismeile" zu flanieren. Schwertkampf, Feuerschlucken, Reiten, Ausstellungen, Rettungshundestaffeln, Prinzessinnencafé und elf Meter „Rekordkuchen", Kunsthandwerk sowie kulinarische Genüsse sollen das Publikum auch zu historischen Rückblicken in die Dudostraße locken. 
Um ein friedliches Fest zu garantieren und zur Unterstützung der Polizeikontrollen wird eine private Sicherheitsfirma für die Nachtstunden engagiert. Da der Festerlös dem Duttweilerer Brunnenbau (wir berichteten) zugute kommen soll, nahm Ortsvorsteher Syring-Lingenfelder zu einem Leserbrief Stellung. Der Schreiber hatte bedauert, dass trotz des Engagements in Sachen Dorfverschönerung eine Gedenklinde dem bereits vor Jahren genehmigten Bebauungsplan zum Opfer gefallen sei. Laut Lingenfelder soll ein neuer Baum gepflanzt und, wie alle zukünftigen Schenkungen, mit einer Gedenktafel versehen werden. 
Zitiert 
Der Ortsbeirat Duttweiler hat überlegt, zum 60. Weinfest der Freundschaft Ehrengäste einzuladen. 
„Ich mään, des losse mer. Wu soll mer ofange? Alle Freunde sinn willkumme." 
Ortsvorsteher Gerhard Syring-Lingenfelder. 
„Mer kinnt jo mit em Parrer ofange. Ich mään, wechem Petrus un em Wedder." 
Die stellvertretende Ortsvorsteherin Gabi Lützel. 
„Alla, wann er des mitm Wetter hikriecht, sollte mer doch driwwer redde." 
Ortsbeiratsmitglied Udo Scheid. 

Festabend 6. August 2005

Duttweiler lädt zu Mundart, Chansons und Satire ein 
Die Rheinpfalz vom 4. August 2005 

Am Samstag, 6. August, 20 Uhr, ist es so weit. Duttweiler lädt zum Künstlerfestabend ein. Er soll der Startschuss zum 60. Weinfest der Freundschaft sein, das am Freitag, 12. August, um 19 Uhr eröffnet und am Sonntag, 14. August, mit einer „Erlebnismeile" einen weiteren Höhepunkt bieten wird. 
Wer Lust hat, in südliche Gefilde abzutauchen, Illusion durch Fingerfertigkeit und Zauberkunst, humoriges Entertainment aus dem Elsass und Mundartdichtung vom Feinsten zu erleben, ist ins Weingut Breitling & Walter eingeladen. Zauberer Alexander Mabros führt durchs Programm und gestaltet mit dem Pfälzer Mundartliteraten Paul Tremmel und dem Kabarettisten und Liedermacher Marcel Adam den abwechslungsreichen Abend. Mit der lässigen Mischung aus Bossa Nova, Jazz, Klassik und spanischen Einflüssen will Gitarrenmusik von Musica Solheira „Südliche Sonne" unter den Gästen aufgehen lassen. Für Bewirtung ist gesorgt. 
Karten sind im Vorverkauf bei der VR-Bank Duttweiler sowie der Ortsverwaltung oder an der Abendkasse erhältlich.

Rundreise durch die Welt und zurück in die Pfalz 
Die Rheinpfalz vom 9. August 2005: 

Sie sitzen im Bistro bei Café au lait, es bedient ein feuriger Garcon mit selbst erlegter Ёliege" um den Hals und lässt die Karte in ihren Händen in Flammen aufgehen, um sie kurz darauf zwischen zwei Bistrostühlen schweben zu lassen. What a feeling", meint die musikalische Begleitung. 
Chansons, temperamentvoller Flamenco, Entspannung mit brasilianischem Hängemattengefühl in A-Dur und südamerikanischer Rumba, um dann in Pfälzer Heimat empfangen zu werden. Diesen Rundflug erlebten die Gäste am Samstagabend in der ausgebuchten Duttweilerer Festhalle. Бuch wenn das Weingut bei besserem Wetter ein schönerer Rahmen gewesen wäre, finden wir, dass hier ein toller Künstlerabend gelungen ist, der den Eintritt rechtfertigt", stellte eine Gruppe Duttweilerer gut gelaunt fest. 
Die Ehrengäste Regina Müller, die mit ihrem Mann das erste Weinfest der Freundschaft vor sechzig Jahren aus der Taufe gehoben hatte, und ihre Tochter Sonja Adler, die 1965 zur 1000-Jahrfeier Duttweilers Weinprinzessin war, erinnerten sich an die damalige Tradition der Зeimatabende" vor dem Weinfest. 
Zum Jubiläum wurde jetzt die Idee in großer Aufmachung wieder belebt. So führte Zauberer Alexander Mabros mit Witz und Illusion durchs Programm, ohne Кaninchen aus dem Zylinder", aber mit viel Fingerfertigkeit und Schauspiel, das auch Paul Tremmels Zustimmung fand. Der allseits bekannte Mundartliterat forderte, wie Weinprinzessin Miriam I. auch, zum Уröpfche mehr" auf, um den Pfälzer Weinabsatz anzukurbeln, und frotzelte über Mabros Abstammungserklärungen: Цu mer gebore is, hot nix zu saache. E Katz, die ihr Junge im Fischlade kricht, bringt jo deshalb a kä Ölsardine uff die Welt." Ob magisch tanzender Hut, Schnapsflaschen aus der Luft oder brennende Spazierstöcke, keine Wogen, die Мusica Soalheira"- Gitarrist Michael Günder nicht glättete. Klassische Rhythmen in Perfektion wechselten mit Eigenkompositionen ab, wie sie auch Liedermacher Marcel Adam präsentierte, der sich satirisch жeit aus dem Fenster lehnte": Лothringisch ist seit Karl dem Großen Weltsprache und alles andere Dialekt meiner Muttersprache, auch Hochdeutsch und Pfälzisch." 
Proteste gingen im Mitsingen der Refrains, für die der ИQ nicht höher als Zimmertemperatur sein musste" seiner mit warmer, ausdrucksstarker Stimme vorgetragenen Lieder und Interpretationen großer, französischer Chansoniers und des deutschen Liedermachers Hannes Wader unter. Die nach der Pause frisch gestärkten Zuhörer nahmen die teils bissigen Kommentare und Kritik an Saalakustik und Anlage gelassen, auch die гtarken Frauen", deren Мännerüberleben" er als verfassungswidrig anprangerte. Das Engagement von Ortsvorsteher Gerhard Syring-Lingenfelder und Ortsbeirat wurde vom ehemaligen Ortsvorsteher Karl Heinz Großhans unterstützt, der für Лeinwandauftritte" aller Weinprinzessinnen und das Bühnenambiente gesorgt hatte. 

Festwochenende 12.-16. August 2005

Zwölf Meter langer Kuchen zum Weinfest in Duttweiler 
Die Rheinpfalz vom 9. August 2005 

Am Freitag, 12. August, ist es so weit. Um 19 Uhr fällt unter der Schirmherrschaft von Haßlochs Bürgermeister Hans-Ulrich Ihlenfeld mit Moderator Helmut Braun der Startschuss fürs 60. Weinfest der Freundschaft in Duttweiler , das bis zum Dienstag, 16. August, gefeiert wird. 
Udo Scheid vom Ortsbeirat hat das Fest ganz unter das Motto „ Duttweiler wie vor 60 Jahren" gestellt. So soll die neue Weinprinzessin wie bei der ersten Wahl aus einem Dutzend Kandidatinnen, alle in historischer Tracht, gewählt werden. Neben den kulinarischen Genüssen der Höfe hat der Ortsbeirat mit Unterstützung der Dudosträßler am Sonntag eine Erlebnismeile für Jung und Alt auf die Beine gestellt. 
An diesem Tag bieten die Höfe Kunsthandwerk, Ausstellungen, Spezialitäten, Flohmärkte, Kinderreiten und Artistik sowie die Sonderprogramme „offener Garten" und Vorstellung der Rettungshundestaffel Elmstein um 11.30 Uhr. Anschnitt eines Rekordkuchen Um 12.15 Uhr schneidet Weinprinzessin Miriam I. einen zwölf Meter langen Kuchen an, den die Duttweilerer Landfrauen gebacken haben. Der Erlös kommt einer sozialen Einrichtung in Duttweiler zugute. Um 15 Uhr werden die Weinprinzessinnen empfangen, um 16.15 Uhr ist Siegerehrung im Malwettbewerb. Das Programm soll mit der musikalischen Andacht des Kirchenchors St. Michael um 20.30 Uhr ausklingen.

Eröffnung 12. August 2005

Würdevolle Krönung wie vor sechzig Jahren 
Die Rheinpfalz vom 15. August 2005: Elisabeth Breitling Duttweilers neue Weinprinzessin - Erste Auftritte bei anschließender Erlebnismeile 
Die Rheinpfalz schreibt in einem Bericht über Eröffnung und Festmeile des Duttweiler Weinfestes: 
Würdevoll in strenger Heiterkeit präsentierten sich die Damen und Herren des Ortsbeirats Duttweiler , als sie mit Hütchen, das Haar in Wellen, Täschchen schwingend oder im Frack mit Zylinder und Gamaschenschuhen zur Wahl der neuen Weinprinzessin schritten. 
Dreizehn Kandidatinnen zogen umrahmt vom Musikzug Lachen Speyerdorf und den Kindern der Trachtengruppe Duttweiler am Bänderbaum zum Dorfplatz. Initiator und Wahlkommissär Udo Scheid, korrekt in Nadelstreifen mit sorgsam gescheiteltem Pomadenhaar, konnte schließlich in sichtlicher Anspannung den „haarscharf an einer Stichwahl vorbeigeschrammten Wahlausgang" verkünden: Elisabeth Breitling, 18-jährige Schülerin, Hobbies Gesang und Sport, übernahm die Krone von Miriam I. und wurde von ihrer Kollegin Meike Hagenbucher aus Kirrweiler gekrönt. 
Die ersten offiziellen Verpflichtungen warteten schon gestern bei der Erlebnismeile auf Elisabeth I., die, wo sie auftauchte, mit großem Hallo begrüßt wurde. Wenn es allzu stark regnete, wurde in Hallen umgezogen. So konnte der Kindertraum vom Reiten auf Grace und Jackie bei Weissgärbers wahr werden. Ronja, Felix und Spike von der Rettungshundestaffel Elmstein verbellten den Regen und erschnüffelten „vermisste" Personen; diesmal nicht im Pfälzerwald, sondern im Anwesen Braun, mal mehr, mal weniger gehorsam - ganz wie im alltäglichen Eheleben, frotzelten die Besucher -, aber allesamt erfolgreich. 
Genauso erfolgreich waren auch die Landfrauen, die die angekündigte Rekordkuchenlänge von zwölf Metern auf über 14 Meter steigerten. Der erwartete Gewinn, hier wie an vielen anderen Stellen der Erlebnismeile, dient die Erneuerung des Dorfplatzes. 
Manches Ortsbeiratsmitglied hatte seinen eigenen Stand, wie zum Beispiel Petra Saupp mit ihrem Pflanzenbasar. Viele hatten schon am frühen Nachmittag Mühe, noch das eine oder andere Pflänzchen zu ergattern. Die meisten waren schon verkauft. Ob Blumen, Tiere, Malwettbewerb, Torwandschießen oder ferngesteuerte Modellautos, Große und Kleine kamen hier wie auch bei den Schaustellern zu Familienpreisen auf ihre Kosten. Höfe, die die Besucher mit fester und flüssiger Nahrung versorgten, ließen so manchen schwach werden und sich an den Eröffnungsspruch von Haßlochs Bürgermeister Hans-Ulrich Ihlenfeld erinnern: „ Duttweiler heißt Duttweiler , weil ein Betütelter die Ortsstraße entlangging und die Begleiter meinten, er habe „änner in de Dutt, weil er so viel getrunke hot." Neben Kunsthandwerk und Greifvogelschau, Künstlerausstellungen und offenen Gärten gab es ein Stelldichein des Adels. Im Rückblick auf die lange Tradition des Weindorfs gaben sich am Nachmittag alle ehemaligen Weinprinzessinnen die Ehre.

Gemäldeausstellung Hakan Ödéhn

Ein Schwede malt die Pfalz - Hakan Ödéhn stellt in Duttweiler aus 

Pressemitteilung 

Bild Vor zehn Jahren kam der schwedische Maler und Weinfreund Hakan Ödéhn zum ersten Mal in die Pfalz. Die einmalige Landschaft zog ihn sehr schnell in seinen Bann. Seitdem kommt er regelmäßig nach Duttweiler, wo er im Weingut "Am Burggarten" bei Familie Geissler heimisch wurde. Vor Allem der Herbst hat es ihm angetan. Ödéhn hilft während der Weinlese tatkräftig in den Weinbergen mit und entwickelte so ein tiefe Beziehung für die Umgebung. Derart inspiriert skizziert er seine Eindrücke auf seinen Block um sie dann zu Hause in Schweden in Öl endgültig auf die Leinwand zu bannen. So entstanden Bilder von Duttweiler und der Pfalz, die sich wohltuend von den bekannten Postkartenmotiven abheben. 
Hakan Ödéhn wurde 1967 geboren und hat an der renommierten Kunstschule in Falkenberg studiert. Seine Werke sind regelmäßig in Ausstellungen und Galerien zu sehen, in Deutschland erstmals 1995 bei der SAP in Walldorf. 
Jetzt nutzt er die Gelegenheit zu einer Ausstellung während des 60. Weinfestes vom 12.-16. August seine Bilder im Dorfgemeinschaftshaus Duttweiler zu präsentieren. 

Ausstellungseröffnung 
Freitag: 20.00 Uhr 
Öffnungszeiten: 
Samstag: 11-19 Uhr 
Sonntag: 11-18 Uhr 
Montag-Dienstag: 17-19 Uhr

Weinprinzessin Elisabeth besuchte die Ausstellung

„Ich male es wie do driwwe" 

Die Rheinpfalz vom 16. August 2005

Der schwedische Maler Hakan Ödéhn kommt seit Jahren regelmäßig in die Pfalz - Ausstellung in Duttweiler 

„Ist immer schneller besser? Wo Geld- und Zeit-Ersparnis im Vordergrund stehen, sehe ich die Gemeinschaft schwinden. Ich glaube, da bin ich ein bisschen Dinosaurier", umreißt der schwedische Künstler Hakan Ödéhn seine Gedanken zu einigen seiner Bildern, in denen er die Weinlese von früher und den Vollerntereinsatz von heute vergleicht. Der Pfalz, den Menschen und ihren Tätigkeiten ist seine Bilderausstellung gewidmet, die nur noch heute im Dorfgemeinschaftshaus in Duttweiler zu sehen ist. 
Ob bei „Byn fran vinberget" (Dorf von Weinbergen umgeben), in „Die Nusspflücker" oder im ältesten Bild der Schau, „Morgennebel steigt" von 1993, immer wird Natur im Wandel der Jahreszeiten in lichten Farben von stellenweise aquarellhafter Leichtigkeit in Öl auf Leinwand gebannt. Ödéhn hält die Grundierung in hellem Acryl, vornehmlich weiß. Der in den 60er Jahren geborene Künstler liebt besonders Rembrandt mit seinen tiefdunklen ins Helle ausgearbeiteten Werken. In weiteren Bildern auf festem, beschichteten Papier, „painting pads", lässt der Schwede wiederum seiner Begeisterung für die Impressionisten freien Lauf. In Regen und Nebel verschwimmen die Konturen, deren Gegenständlichkeit sich erst in der Ferne wieder voll erschließt. Der in Falkenberg geborene Maler, der dort an der renommierten Kunstschule studiert hat, stellte seine Werke in Schweden, aber auch schon erstmals 1995 in Deutschland, in Walldorf, aus. Seine Vorliebe gilt dabei bei aller Vielseitigkeit der seit zehn Jahren besuchten Pfalz und ihren Weinbergen. 
So verbringt Ödéhn regelmäßig einige Wochen im Jahr als Erntehelfer bei den Geisslers im Weingut „Am Burggarten" in Duttweiler , wo er so heimisch ist, dass seine Schwester, die als Übersetzerin in Deutschland arbeitet, schon überrascht Pfälzer Dialekt bei ihm feststellte: „Ich male es wie do driwwe." So ist es auch nur ein kleiner Schritt zu seiner weiteren Tätigkeit als Schriftsteller. Ein Buch über die Entwicklung der Menschlichkeit ist in Arbeit, eines über Pfälzer Begebenheiten im Weingut in Planung. Denn warum sollte er den Menschen humorige Geschichten wie die vom Mann, der seinem Hund erst sein Sofa, dann sein Feinschmeckermenü abtreten muss, vorenthalten? 

Pressespiegel

„Ich male es wie do driwwe" 16. August 2005
Wie ein Schwede die Pfalz sieht 11. August 2005