7. Mai 2011
Platz mit Vergangenheit
Die Rheinpfalz berichtet über den Umbau des Dorfplatzes
In ihrer Beilage „Neustadter Sommer“ berichtete die Rheinpfalz über die Neugestaltung des Duttweiler Dorfplatzes:
In Duttweiler geht ein seit langen Jahren gehegter Wunsch in Erfüllung - Viel Eigenleistung
„Freier Platz” hieß über viele Jahrzehnte der heutige Dorfplatz in Duttweiler. So wie sich der Name geändert hat, so ändert sich derzeit auch das Aussehen des in der Mitte des Dorfes liegenden Geländes.
Früher war der „Freie Platz” eine einfache, weitgehend leere Fläche. „Da lagen lange Zeit Kanalrohre herum, auf denen wir als Kinder balanciert sind”, erinnert sich Ortsvorsteher Gerhard Syring-Lingenfelder an die 1960er Jahre. Bei der Kerwe und beim Weinfest stand auf dem „Freien Platz” das Festzelt.
Eine erste Veränderung brachte die Eingemeindung von Duttweiler im Jahr 1974. Als „Eingemeindungsgeschenk” seien ein Spielplatz und eine Art Freiluftschach angelegt, auch sei der Platz teilweise befestigt worden, berichtet Syring-Lingenfelder. Später seien eine Tischtennisplatte, ein Fahrradständer und ein Bouleplatz dazu gekommen.
Das ist über 30 Jahre her und mit der Zeit wurde der Platz immer unattraktiver. Nicht nur, weil die Jahre ihre Spuren hinterließen, sondern auch weil es an Pflege mangelte.
Den Wunsch den „Freien Platz” in einen attraktiven Dorfmittelpunkt zu verwandeln gibt es seit vielen Jahren, doch es fehlte am Geld. 2003 sei dann zumindest eine große Mauer, die den Spielplatz im hinteren Bereich von dem restlichen Platz abtrennt, „etwas aufgehübscht” worden, wie der Ortsvorsteher sagt. Ehrenamtliche Helfer malten eine Nordseelandschaft mit Leuchtturm, Wellen, Seehund, Fischerhäusern und Fischen auf die Mauer. 
Zwei Frauen sorgten vor etwa fünf Jahren dafür, dass die Realisierung des Wunsches einer Platzneugestaltung näher rückte. Petra Saupp und Birgit Thümling, beide Mitglieder des Ortsbeirats, kamen auf die Idee einen Flohmarkt zu organisieren. Dessen Erlös sollte der Grundstock für eine Neugestaltung des Dorfplatzes sein. 
„Damit kam Leben in die Geschichte”, sagt Syring-Lingenfelder. Es gab weitere Aktivitäten mit denen Geld erwirtschaftet wurde. „Nachdem der Oberbürgermeister gesehen hat, dass wir bereit sind selbst etwas zu tun, hat er uns versprochen, dass Geld für die Verschönerung des Platzes in den Haushalt eingestellt wird”, berichtet Syring-Lingenfelder. 
100.000 Euro stehen inzwischen für die Platzgestaltung zur Verfügung. Außerdem wurde von der Stadt ein Plan erstellt. Dieser wurde von den Mitgliedern des Ortsbeirats in Zusammenarbeit mit den in Duttweiler lebenden Architekten Hannes Klein und Christina Vielhauer etwas verändert. 
Im vergangenen Jahr wurde mit den Arbeiten begonnen. 20.000 bis 30.000 Euro sollen durch Eigenleistung und Spenden aufgebracht werden. So wurden beispielsweise alte Steine auf dem Platz in ehrenamtlicher Arbeit herausgerissen. 
Inzwischen hat eine Firma den Platz mit verschiedenfarbigen Steinen gepflastert und die Umrandungen für mehrere Pflanzbeete gesetzt. Auch wurden neue Lampen installiert, der Eingangsbereich mit zwei Pfosten abgegrenzt und Baumscheiben angelegt, so dass Bäume gepflanzt werden können. Derzeit wird eine Bewässerungsanlage verlegt. Danach sollen die Pflanzbeete mit Mutterboden aufgefüllt und bepflanzt werden, sowie die Bäume gesetzt werden. 
Aus finanziellen Gründen vorläufig zurückstellen musste man nach Aussage des Ortsvorstehers das Vorhaben einen Brunnen zu installieren. Nach wie vor ist im hinteren Bereich der Fläche ein Spielplatz. Noch in diesem Jahr solle alles fertig werden. Dann habe Duttweiler einen Dorfmittelpunkt. 
Pressespiegel
Ein Dorfmittelpunkt entsteht Rheinpfalz, 07.05.2011