Eine Delegation aus Duttweiler um Ortsvorsteher Franz Syring-Lingenfelder und Weinprinzessin Madlen Gercke konnte nach Vermittlung des Dudweiler Bezirksbürgermeisters Hermann Schon die Kohlegrube Camphausen besuchen. Die Grube ist eine der letzten Kohlegruben des Saarlands.
Der weltweit erste in Eisenbeton errichtete Förderturm der Grube wurde in den Jahren 1910/1911 errichtet. Er ist 40,70 m hoch und besteht aus vier Hauptstockwerken. Die Grundrissfläche des Turmschaftes ist in zwei weitgehend symmetrische Teile geteilt, da der Förderturm von Anfang an für eine Doppelförderung konzipiert war, was die Installation zweier Fördermaschinen erforderte.
Die Besucher aus Duttweiler fuhren mit dem Förderkorb über 800 Meter in die Tiefe, um hautnah zu erleben, wie die Kohle aus dem Berg gebrochen wurde. Ein einmaliges und beeindruckendes Erlebnis für alle Besucher, die angesichts der Enge auch keine Platzangst haben durften.
Der Kohlstaub setzte sich in die Poren, aber nach alter Bergmannssitte wurde zuerst ein kräftiges Mahl mit Lyoner verzehrt und mit Schnaps begossen, bevor mit der Wurzelbürste der hartnäckige Staub aus der haut geschrubbt werden konnte.