17. März 2015
Randgruppen
Ökumenische Gespräche am Abend
Manchmal habe ich den Eindruck: Wir leben auf einer Insel der Seligen. Wir haben in Mitteleuropa seit 70 Jahren Frieden. Wir haben genug zu essen und in unserer Republik muss keiner verhungernm. Besitzer gut bezahlter Arbeitsplätze streiten um Lohnerhöhungen und noch mehr Lebensqualität. 
Und dann flimmern uns per Fernsehen Bilder unbeschreiblicher Brutalität entgegen. Die Vorstellung frierender und hungemder Kinder vor Wintereinbruch in den Zelten der Flüchtlingslager, die Gesichter verzweifelter Frauen vor den Trümmern ihrer Häuser, die mühsam verschleierten Bilder grausamer Enthauptungen verfolgen uns. Unsere Welt ist aus den Fugen geraten.
Und als Gegensatz dazu unsere dörfliche Idylle. Gewiss, es gibt auch bei uns Leid, seelische und körperliche Not, Tod und Verzweiflung; aber diese sind selten vorsätzlich durch Menschen verschuldet, sondernm schicksalhaft oder gottgewollt - je nach persönlicher Überzeugung. Anders diejenigen, die Ihre Not zumindest teilweise selbst mitzuverantworten haben: Die Drogenabhängigen, Straffälligen, Alkoholiker, Aids-Kranke. „Hätten diese doch nicht“, „wären siejetzt nicht“. _. ist meist der Anfang des Kommentars ehrenwerter Bürger, wenn sie sich überhaupt die Mühe machen, das, was wir „Randgruppen“ nennen, in den Blick zu nehmen. 
Randgruppen sind bei uns auf dem Dorf meist kein Thema. Und dennoch können wir nicht verdrängen, dass auch sie unsere Mitmenschen sind, nach christlicher Überzeugung auch unsere Nächsten. Trotzdem machen wir meist geme um „solche“ einen Bogen. Einer, der keine Berührungsängste hat, sich mit Randgruppen zu befassen, ist der katholische Theologe und Pastoralreferent Petrus Ceelen. Viele Jahre hat er als Seelsorger in Kliniken und der forensischen Psychiatrie auf dem Hohenasperg gewirkt. Im Rahmen der ökumenischen „Gespräche am
Abend“ kommt er am 17. März 2015, 19.30 Uhr, zu uns ins Feuerwehrhaus. Er hat viele lesenswerte Bücher geschrieben tmd wir sind gesparnnt, welche Schlaglichter er auf diejenigen werfen wird, die sonst niemand sehen will. 
Pressespiegel
Gespräche am Abend: Ausblick auf den ersten Abend Ökumenischer Weihnachtsgemeindebrief 2014,