27. Februar 2016
Ortsvorsteher mit Pseudonym?
Rheinpfalz-Kolumne zum Wochenende
Die Rheinpfalz ging in ihrer Samstags-Kolumne noch einmal auf den Informationsdefizit des Ortsvorstehers ein:
Im September verfügte das Ordnungsamt ein Parkverbot für zwei Straßen in Duttweiler, die oft zugeparkt sind. Feuerwehr und Notarztwagen hätten dort im Ernstfall Probleme. Bis heute liegen die Schilder im Bauhof, weil noch keine Zeit war, sie aufzustellen. Man müsse die Anordnung der Straßenverkehrsbehörde der Reihe nach abarbeiten, heißt es aus dem Bauhof.Die Antwort lässt einmal mehr den Schluss zu, dass der Bauhof personell unterbesetzt ist. Die gestrige Initiative von Georg Krist, der eine weitere Stelle für die Abteilung fordert, sollte von der Jamaika-Koalition nicht aus Parteikalkül heraus abgelehnt werden.

Die Situation kann auch nicht dazu führen, dass ein Ortsvorsteher zweimal per Mail nachfragt, wann mit dem Aufstellen der Schilder zu rechnen ist und überhaupt keine Antwort erhält. Die Zeit, einem Ortsvorsteher zu antworten, muss sich ein Amtsleiter oder sein Stellvertreter einfach nehmen.

Dass das Ortsvorsteher Gerhard Syring-Lingenfelder ärgert, ist gut nachvollziehbar. „Ich sollte mir ein Pseudonym zulegen und künftig meine Anliegen als Privatperson über die Mängel-App melden. Vielleicht landen meine Mail ja im Spamordner“, sparte der FWG-Politiker gestern nicht mit Sarkasmus.