30. Juli 1993
Verein will Biotope vernetzen
Biotopschutzverein will Bachpatenschaft übernehmen

Der Biotopschutzverein aus Duttweiler will einen 500 Meter langen Abschnitt des Kropsbaches zwischen dem neuen Sportplatz und der „Steinernen Brücke" übernehmen. Ziel sei es, die natürlich vorhandene Meandrierungsansätze zu  begünstigen und nicht in wildem Aktionismus einen Wildbach entstehen zu lassen. 
Seit dem ersten Antrag sind inzwischen über 18 Monate vergangen, jetzt haben sich Christian Rübenacker und Klaus Brager vom Verein noch einmal mit Stadtbiologe Thomas Instinsky, Reinhard Bossert, Vorsitzender des Bauern- und Winzerverbandes Duttweiler, und Jagdpächter Alois Mayer ausgetauscht. 
Der Verein habe bisher nach den Ausführungen von Rübenacker eine vollständige Biotopkartierung des Kropsbaches vorgenommen und eine Nistkastenaktion durchgeführt. Bossert und Mayer sehen zwar noch ein Informationsdefizit, aber Grundsatzposition keine Differenz. Der Verein will deshalb im Winter eine Informationsveranstaltung durchführen. 
Auch Instinsky erläuterte, daß der Gewässerzweckverband in Bezug auf die Kontinuität und Unterhaltspflicht bei Erteilung einer Patenschaft eine große Verantwortung habe. Bei den Plänen des Vereins würden landwirtschaftliche Flächen der Nutzung entzogen, deshalb muss ein Interessenausgleich stattfinden. Instinsky erläuterte weiter, dass der Kropsbach eine gute Wasserqualität habe und das Gebiet als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenen werden soll, die entsprechenden Vorbereitungen dazu laufen bereits.

Pressespiegel
Konsensbereitschaft bei Kropsbach-Patenschaft Rheinpfalz, 30.07.1993