Bei „Goldene Zwanziger“ denkt man an Varieté, Theater, Tanzlokale, Swing und Blues. Dieser Teil wurde mit bekannten Stücken der Comedian Harmonists wie „Wochenend und Sonnenschein“ oder „Mein kleiner grüner Kaktus“ beim Sommerkonzert in der Hambacher Pauluskirche abgedeckt.
Die „Goldenen Zwanziger" zwischen 1924 und 1929 waren aber nicht nur eine Blütezeit der deutschen Kunst, Kultur und Wissenschaft, sondern sie haben auch auch den Grundstein für den Aufstieg des Nationalsozialismus in den 1930er Jahre gelegt.
Neben Eskapismus und Dadaismus spiegelte sich auch die Wirtschaftskrise und die politische Lage sich in der Musik wider.
Dem gegenüber standen Werke aus den aktuellen Zwanzigern, die sich geschichtlich, thematisch und musikalisch ähneln, wie zum Beispiel „Ich seh dich“ von Oliver Gies (Maybebop) belegt. Und manchmal wurden auch beide Zeitalter miteinander verbunden: Klaus Brandstetter, geboren 2001, schrieb eigens für Perpetuum Cantabile das neue Chorwerk „To his love“ nach einem englischem Gedicht von Ivor Guaus aus den 1920er Jahren.