Duttweiler Heimatlied

Ansichtskarte mit dem Duttweiler Heimatlied

Du liebster Ort im Pfälzer Land
inmitten Haardt und Rhein
wie bist Du doch in Gottes Hand
beglückt mit Brot und Wein
Du bist, was heißt da Gut und Geld
Das Liebste mir auf der weiten Welt
Drum Mandelberg ins Glas gefüllt,
Der Schoppen zeigt Dein Spiegelbild
Der Wein, der Wein, der Duttweiler Wein

Wie schmuck sind Deine Mägdelein
wie manche ist mir hold
Könnt jede Weinprinzessin sein
Und treu sind sie wie Gold
Sie küssen besser jedenfalls
Als all die anderen in der Pfalz
Wohlauf, wohlan, die Probe gilt
Mit Kreuzberg sei das Glas gefüllt
Der Wein, der Wein, der Duttweiler Wein

Und wenn hinab zur Gruft mich zieht
Die kalte Todeshand
Dir Heimat gilt mein letztes Lied
Das Glas gefüllt zum Rand
Bei Kalk-, Kitt- und Mandelberg
war's Leben gar nicht iwwerzwerch
Der letzte Durst ist mir gestillt
Euch Brüder aber sei's gestillt
Mit Wein, mit Wein, mit Duttweiler Wein
Kein geringerer als der bekannte Pfälzer Dichter und Schriftsteller Leopold Reitz schrieb das Duttweiler Heimatlied. Es gehörte natürlich zum Repertoire des Männergesangvereins Liederkranz Duttweiler und wird nach einer Weise von Ernst Kochan gesungen.

Der "Pfälzer Weinpoet" Leopold Reitz (1889-1972) stammt aus dem Nachbarort Böbingen und war auch Gründer und Ordensmeister der Weinbruderschaft der Pfalz.  
Seine Rolle in der NS-Zeit ist allerdings nicht ganz klar. Nach Recherchen von Rudi Brenzinger aus Böbingen war Reitz allerdings ein Nazi-Funktionär.
handschriftliche Notenblätter